Sonntag, 12. Oktober 2014

Von Würmern und anderem Getier - Teil 4: Herbstgrasmilben

Die Saison ist fast vorbei aber seid gewiss, die nächste kommt (leider) bestimmt...

Ich spreche von Herbstgrasmilben, auch als Grasmilbe bekannt - für einige Hunden und Katzen eine wahre Plage, mitunter auch für deren Menschen! Wobei nicht die ausgewachsene Milbe Probleme verursacht, sondern die Larven! Sie bohren Löcher durch die Haut und saugen den durch ihren Speichel entstandenen, die Haut auflösenden "Nahrungsbrei" auf und das am liebsten an Stellen mit dünner Haut, wie z. B. der Zehenzwischenhaut, der Ellenbogenbeuge und am Bauch.

Die 0,25 mm großen orangefarbenen Larven saugen dann ca 2-3 Tage. Währenddessen schwellen sie auf das Mehrfache ihrer ursprünglichen Größe an. Danach lassen sie sich abfallen und suchen sich im Boden ein nettes Plätzchen, um sich weiter zu entwickeln...

Probleme verursacht bei den "Wirten" der Speichel der Larven, dieser juckt furchtbar und dieser Juckreiz ist dann verantwortlich für exzessives Lecken, Beißen, Kratzen und Nagen... Mitunter so stark, dass großflächige Wunden entstehen, die sich auch entzünden können! 

Krankheiten übertragen die Milben selber nicht, immerhin etwas!

Nicht jeden Befall muss man behandeln, da die Milben ja nach dem Saugen von selbst verschwinden (sie vermehren sich ja nicht), sollte der "Wirt" aber unter einem starken Befall leiden oder stark reagieren, dann tut schnelle Hilfe Not!

Neben der generellen Prophylaxe (bspw. befallene Wiesen meiden), die aber mitunter schlichtweg nicht möglich ist, da man ja nicht alle Wiesen meiden kann, helfen bei einem akuten Grasmilbenbefall Shampoos mit anti-parasitärer Wirkung. Sind die betroffenen Stellen klein, hilft auch eine örtliche Behandlung mit juckreiz-lindernden und entzündungshemmenden Cremes, Salben oder Gelen (bitte darauf achten, dass diese dann auch für Hunde bzw Katzen verträglich sind). Bei sehr empfindlichen oder extrem stark befallenen Tieren kann der Tierarzt mit Tabletten gegen den Juckreiz oder auch Injektionen helfen.

In Teil 5 wird es um Demodex-Milben gehen...

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