Donnerstag, 28. August 2014

Rituale in Fräuleinhausen

Angestiftet zu diesem Blogpost hat mich der Post von Canistecture - der Gewohnheitshund und dem dort vorgebrachten Wunsch, auch unsere Rituale mal aufzuzählen. Diesem komme ich dann mal hurtig nach!

Allerdings mußte ich wirklich erstmal grübeln - sind die Rituale bei uns doch schon so unbewußt und eingeschliefen, dass ich sie gar nicht mehr so wirklich auf dem Schirm hatte ;-)



Da beginnt man am besten mit dem Aufwachen - unter der Woche, wenn der böse Wecker klingelt, springt Allie auf (sie schläft unter der Decke mit im Bett und legt sich abwartend vor das Bett und erträgt mein Rumgestrecke aus sicherer Entfernung...

so liegt das Fräulein vor dem Bett...

Dann geht's in die Küche/Wohnzimmer, wo zuerst die Katzennäpfe (die aus der sicoheren Höhe des Kratzbaums geholt werden) inspiziert und ggfs. geleert werden dürfen, um dann, je nach Wetter auf dem Balkon oder in der Küche, einen Knochen oder anderen Kauartikel vertilgen zu können während ich das Futter für die Katzen vorbereite.
Danach geht es auf zur ersten Morgenrunde, nur um dann, direkt im Anschluß, sofort zu Herrchen ins Bett UNTER die Decke zu krabbeln, selbstverständlich nicht, ohne ihm durch intensivstes Gebrubbel, Gebrumme und Gestöhne von der Frechheit meiner frühen Störung ihrer Bettruhe zu erzählen - ich könnte mich jeden Morgen wegschmeißen :-)

Am Wochenende ändert sich das Ritual dermaßen, dass wir dann mit der Ernl zum Bäcker stapfen und Fräulein Punkt die Beute von dort nach Hause trägt, ihr Frühstück ist dann eines der frischen Brötchen - nach diesem wird sich auf der Couch zusammengerollt...

Brötchendienst

Mittlerweile ist diese Ruhe am Vormittag schon so eingeschliffen, dass Allie ohne mein Einmischen bis 14.00 Uhr durchschlafen würde... Größere Runden sind ohne Bespaßung meinerseits oder das Auftauchen eines geliebten Vier- oder Zweibeiners schlichtweg Verschwendung, denn Allie trottet meist nur lustlos hinter mir her und sehnt sich sichtlich nach "ihrem" Bett!

pst...
Schön ist auch die Gewohnheit, wenn ich die Flaschentüte ergreife, ein untrügliches Zeichen, dass Zweibeins zum Einkaufen aufbrechen, dann marschiert Fräulein Punkt schnurstracks in Herrchens Bett und breitet sich dort aus - natürlich nicht ohne den: "keinerhatmichliebichwerdvergessen-Blick", der allerdings sofort verschwindet, wenn sie ihr Abschiedsleckerlie bekommt, das mit den Worten, "sei-schön-lieb" überreicht wird.

Ganz aus dem Häuschen ist das Fräulein, wenn ich bei kälterer Witterung (wenns warm ist, ist der Balkon der Ort dafür) eine ihrer Wolldecken ergreife, denn das ist das untrügliche Zeichen dafür, dass es jetzt etwas Tolles, wie einen Knochen bspw. gibt, inzwischen reicht wirklich schon der Griff in die dementsprechende Schublade.

Wenn ich so drüber nachdenke, dann fallen mir noch zig andere Dinge ein, wie z.B., dass Allie bei unserer Begrüßung immer einen Beruhigungsschnuller in Form eines Kissens (Fleece) oder Plüschtiers braucht, den sie uns entgegenträgt und dann eine ganze Weile im Maul behält oder das Fressen von Gras an einer ganz bestimmten Stelle oder oder oder!

Kissenschnulli

Irgendwie hat hund/man ganz schön viele Rituale... Und ich dachte immer, bei uns ist alles unroutiniert ;-)

Übrigens kennen auch wir das stressbedingte Grasfressen - deswegen haben wir mittlerweile sogar eine ganz eigene Pünktchengrasbar: 



Gras, Gras, Gras
 

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