Dienstag, 30. September 2014

Ausserderreihe - es war einmal


Eigentlich ein Unding, dass wir bisher noch gar nichts über die Entstehung von "2&4 zusammen unterwegs" erzählt haben, oder?


Aaalso! Es war das Jahr 2011, Februar, genauer gesagt, der 11. 
An diesem Tag verstarb morgens um 7 Uhr meine süße, knufflige, schnubblige Riesenschnauzer-Dalmi-Mix-Hündin Angie mit nur 10 Jahren und 10 Monaten nach einer OP... in diesen fast 11 Jahren waren wir nie länger als einen Tag getrennt...







Ich war durch, völlig fertig und wollte nichts und niemanden mehr sehen oder hören! Mein Leben war "vorbei"...

Da beschloss Zweibein No. 2, dass ich, ohne Hund, das geht nicht! 

Noch am gleichen Abend saßen wir also zu Dritt (eine Freundin war kurzerhand mit je einer Familienpackung Eis, Schokolade und Taschentüchern zum Trösten gekommen, auch heute noch Danke dafür!
) vor dem Rechner und haben gegoogelt und rumgeklickt... Für mich eigentlich nur so ne Ablenkung, ein neuer Hund, irgendwann, ja, das wär was...

Wir haben ein bisschen rumgesponnen, welche Rassen uns interessieren und ich erzählte, dass ich braungetupfte Dalmatiner interessant fänd! Also danach gegoogelt!
Was sahen wir dann als erstes? 2 bezaubernde Dalmibabies, die mit großen Pandaaugen in die Kamera linsten (Mama braun, deswegen dieser Treffer)...

Hier nur Allie allein


Verliebt!!!

Das Bild gehörte zur Anzeige einer Züchterin - neee - hier in Berlin? Ja, doch!!! Und die zwei da waren noch da!!! Zweibein No. 2, der sowas normalerweise nie tut, schnappte sich das Telefon und machte einen Termin für den nächsten Tag aus (Samstag). Die ganze Nacht bin ich mit mir selbst ins Gericht gegangen - wie kann ich nur über einen neuen Hund nachdenken, wo Angie doch gerade erst gestorben ist!? 
Das geht doch nicht! Auch auf der Hinfahrt noch, nichts als Zweifel!

Dann bei der Züchterin zu Hause ging eigentlich alles recht schnell - oh süß, oh, spielen! Oh, Du hast mir den Ohrring rausgerissen, Dich will ich!

Wir waren noch zusammen gassi und alles war geritzt...

Im Auto dann traf ich meine Zweifel wieder, sie jatten dort gewartet! Ich schmiss sie kurzerhand raus, kein Platz mehr, den braucht jetzt Allie!!!

Unser erstes Ziel war dann Fressnapf, wo wir dann erstmal Welpen- und Junghundgerecht einkauften - Allie war ja schon 15 Wochen alt! Natürlich hatte die Züchterin uns eigentlich alles mitgegeben aber *man* braucht doch noch so vieles mehr.

Tja, dann gings nach Hause, nach Fräuleinhausen...

1. Bild zu Hause...
Eine klitzekleine Kleinigkeit noch, die mir zeigte, dass Allie die Richtige war: ein paar Tage nach ihrem Einzug bei uns saß ich weinend auf dem Fußboden im Flur. Ein großer Umschlag von der Tierklinik war gekommen. Unter anderem enthielt er das Halsband, welches Angie bei ihrem Tod trug. 
Ich habe bitterlich geweint mit dem Halsband in der Hand (auch jetzt kullern sie grad). Da kommt das kleine Fräulein Punkt, setzt sich mir gegenüber hin, blinzelt mich mit ihren Pandaaugen an und legt mir doch tatsächlich ihre Pfote auf die Schulter!!! 
Ich war so gerührt, ich hab noch mehr geheult...

Heute, im Nachhinein weiß ich, trotz aller Zweifel, dass genau das, das Holen dieses Punktetiers, das Beste war, was ich/wir/man tun konnte!

1, gemeinsamer Ausflug...
Andernfalls würde ich wohl noch heute trauern...
Das war sie, die Geschichte der Entstehung von 2&4...


1 Kommentar:

  1. Liebe Kerstin,
    genauso ist es mir nach dem Tod von meiner ersten Hündin Sarah auch gegangen. 4 Wochen beim TA, bis sich in der Uniklinik Giessen rausstellte, dass sie Lymphdrüsenkrebs hatte. Ich musste sie gehen lassen. Ich hatte mich schon lange vorher mit einer Frau aus dem Auslandstierschutz in Verbindung gesetzt, die Sarah und Dalmi Diana auch kannte. Wir waren einige Male zu Besuch bei ihr. Somit wusste sie genau, was ich suchte: Eine liebe Hündin, auf keinen Fall ein Pitbullmix und auf keinen Fall rehbraun. Das wäre zu schlimm für mich gewesen. Und so schickte meine verstorbene Sarah mir meine geliebte -damals schon 6-jährige- Saphira. Leider konnte ich ihr nur 6 Jahre ein schönes Leben geben, dann musste sie innerhalb einer Woche auch gehen. Sie schickte mir wiederum die kleine Rehpinschermaus Sabia- dieses Mal ein Welpe. Wenn ich sie nicht gehabt hätte, wäre ich wahnsinnig geworden. Dann war da noch Albert - Diana hatte 2012 einen Schlaganfall erlittern, genau am ersten Tag im Urlaub in Sonthofen. Die Hölle. Sie frass nicht mehr und es war grausam. Mittlerweile war sie schon 15 und seit Beginn an Herzkrank. Als ich wieder daheim war und die TÄ meinte, es wird bald soweit sein, begann ich, mich nach einem Dalmi umzugucken. Eigentlich wollte ich es nicht, weil ich einen gleich aussehenden Hund nicht wirklich wollte. Aber dann kam mir die Eingebung: Ein Rüde soll es sein. So fand ich bei Notdalmatiner meinen schwierigen Albert. Niemand wollte ihn, weil er an der Leine zog, schwierig mit anderen Hunden war etc. Er war bei einer Pflegefamilie und 1.5 Jahre alt. 6 Monate war er schon dort. Es war Liebe auf den ersten Blick. Ich holte ihn im September zu mir. Diana und er konnten sich noch kennenlernen. Meine kleine Paula, Dianas Freundin musste ich allerdings zu meinen ELtern geben, die tolle Hausgemeinschaft wollte keine 4 Hunde haben. Somit bin ich ca. 3 Monate durch die Hölle gegangen, Diana schwer krank, sie hatte ihre Freundin nicht mehr und ich hätte gerne alle zusammen gehabt. Diana wurde dann Ende Nov. 2012 daheim eingeschläfert und als sis ging, haben alle Hunde in der Wohnung gebellt. Einen gleibten Hund zu verlieren- es ist die Hölle, aber wenn dann ein neuer kommt, der einem dankt, dass er ein neues Heim hat, das tut gut.

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