Sonntag, 9. November 2014

Napfkieker

Hier unser nächstes Menü:




Huhn-Rind-Mix mit einer Mischung aus Gurke, Banane, Birne, Rucola, Knoblauch, Gänseschmalz und Buttermilch.

Beim Fleisch handelt es sich um gewolfte ganze Hühner (ohne Innereien aber mit Knochen) und Rindfleisch (also ein Mix verschiedener Teile), weil es "nur" rund 12% Fett hat, gebe ich etwa 10% Fett dazu, so komme ich auf gute 22% und bin im sicheren Bereich.






Das Fleisch enthält gutes Eiweiß, ungesättigte Fettsäuren und verschiedene Vitamine, u.a. den Vitamin-B-Komplex.
An Mineralstoffen enthalten beide Fleischsorten u.a. Eisen und Phosphor, durch den Knochenanteil gibt es hier auch noch ein Extra an gutem Kalzium dazu.

Salatgurke & Co enthalten wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Wasser, der Knoblauch ist wiederum Parasitenschreck. Gänseschmalz, wie gehabt, der "Leckermacher".

Rucola weist einen hohen Jodanteil auf, weshalb bei Schilddrüsener-krankungen Vorsicht geboten ist. Sehr positiv aber ist der hohe Gehalt an GlucosinolatenBeta-Carotin und Folsäure.

Buttermilch ist fettarm (unter 1%) und in 100 Gramm sind satte 750 mg Mineralstoffe enthalten, ferner enthält Buttermilch Bakterien, die während des Reifeprozesses den Milchzucker abbauen. Einen Versuch, auch bei laktoseintoleranten Hunden kann also nicht schaden (bitte mit einer sehr kleinen Menge versuchen und langsam steigern).

In unserem Menü befindet sich außerdem Blut! Blut ist ein hervorragender Lieferant von vielen Minaralstoffen, unter anderem Salz und Eisen. 


Leider hält sich noch vielfach der Irrglaube, dass die aus Fleisch austretende Flüssigkeit Blut ist. Das ist jedoch nur der sogenannte Fleischsaft, eine Mischung aus viel Wasser und nur einem Hauch Blut. Bei der Schlachtung von Tieren wird in Deutschland der Tod durch Ausbluten herbeigeführt - viel Blut KANN also gar nicht mehr enthalten sein im Blut. 

Ich bestelle das Blut tiefgefroren und nach der Ankunft taue ich es auf und fülle es in Eiswürfel-beutel um - so kann ich immer gut portionieren und auftauen kann so ein Würfelchen in kurzer Zeit (mit einem Schluck Wasser)... Sicher kann ein Hund auch ohne Blut gebarft werden - ich aber bevorzuge es, so naturnah, wie möglich zu füttern (soweit es machbar ist) und in einem Beutetier ist eben auch Blut.

Noch ein kleiner Tipp zum Auftauen von Fleisch. Sollte es sich in einer vakuumierten Tüte befinden, dann stecht bitte entweder mit einem Messer/Schere oder ähnliches ein Loch hinein oder schneidet eine Ecke ab. So könnt Ihr Botulismus verhindern, denn diese fiesen kleinen Bister mögen es luftarm und eiweißhaltig. Ihr Gift ist ein Neurotoxin, welches als stärkstes bekanntes Bakteriengift eingeschätzt wird. Zwar sind Hunde weniger empfindlich diesem Gift gegenüber als beispielsweise Menschen aber man muss ja kein Risiko eingehen... 

So, fertig für heute - demnächst dann ein neues Menü!

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