Samstag, 21. März 2015

Ausserderreihe: Vom Stolzsein und Vorurteile haben...




Ich gebe zu, ich bin mitunter ein richtiger Angeber! Manchmal freut es mich tierisch, wenn ich mit Allie an pöbelnden, an der Leine zerrenden oder hinterm Zaun ausrastenden Hunden vorbei laufen kann, ohne dass sie auch nur hinschaut...


Tricks sind auch toll!
Und ich gebe auch zu, dass es mir ein spitzbübisches Lächeln entlockt, wenn ich mit Allie an lockerer Leine durch die „Stadt“ laufen und andere beobachten kann, wie sie hinter ihrem Hund hergeschliffen werden...

Abermals ein lautes ja: ich bin auch wahnsinnig stolz, dass ich sehr selten laut werden muss und meist ein kurzes und vor allem sehr leises „klicken“ oder „schnalzen“ mit der Zunge ausreicht, um den Hund zu lenken, oftmals reicht ein Fingerzeig oder eine Kopfbewegung, um sie zu dirigieren und fast immer merken andere kaum, wie wir kommunizieren...

Ganz sicher möchte ich jetzt hier nicht sagen, dass es bei uns keine Probleme gibt – wer den Blog hier regelmäßig liest, dem könnte ich das eh nicht weismachen ;-)

Nur ist es eben auch so, dass ich manchmal (aber nur manchmal ;-) ) eben kurz vorm Platzen bin, weil es sooo gut klappt – den Käse, die Wiener oder welches Leckerlie auch immer in meiner Hand sehen die anderen ja nicht und ich nutze sie auch eh immer seltener ;-)


Vorurteile? In Bezug auf mich?
Nun zu den Vorurteilen – auch ihnen begegnen wir sehr häufig, nicht zuletzt, weil auch ich natürlich (leider) nicht frei davon bin. Am stärksten im Gedächtnis geblieben ist mir folgende Begebenheit: Ich bin mit Allie und einer Freundin mit ihrem Vierbeiner bei der Eröffnung der Fressnapf-Filiale bei uns ums Eck. 
Dort war ein Stand von einer Hundeschule. Zwei Trainerinnen waren vor Ort und machten Werbung für ihre Arbeit. Meine Freundin hatte eine Frage und wir verweilten einige Zeit am Stand und unterhielten uns nett. Irgendwann sagte dann eine der beiden Trainerinen zu mir, dass Allie der erste Dalmatiner sei, der so „normal“ sei – sie kenne sonst nur durchgeknallte Vertreter dieser Rasse... Da weißte doch nicht, wasde antworten sollst? Danke vielleicht?

Na ja, andersrum gehen uns aber viele auch aus dem Weg, weil ihrer bereits mal vom Dalmatiner gebissen wurde – es gab sogar schon eine panikartige Flucht, da war Allie 6 Monate alt ;-) 

Mittlerweile sehe ich das als Chance und denke mir - verhindern können wir die Vorurteile anderer der rasse gegenüber nicht, wir können aber als gute Beispiele vorangehen und zeigen, dass es eben auch anders geht (auch wenn Allie eben bei Weitem auch nicht perfekt ist)

Was die Vorurteile meinerseits anbelangt - ich arbeite dran ;-)

Leider hat auch das Fräulein einige Vorurteile - so findet sie vermehrt die Hippies langhaarige Hunde, besonders die mit viel Gesichtsbehaarung) doof und hält sie gern auf Abstand...

Wie ist das eigentlich bei Euch? Seid Ihr manchmal stolz? Lasst Ihr das auch raushängen?
Oder kämpft Ihr mit Vorurteilen? Oder habt Ihr sogar welche? Wir sind unter uns, also raus damit :-)


Kommentare:

  1. Man kann es ja lesen und man sieht es auch, Allie ist einfach ausgelastet und entspannt. #rassegerechtgehalten :-D! Natürlich ist sie dann nicht durchgeknallt!

    Die meisten wissen nicht, dass der Dalmatiner als Schutzhund für Kutscher gezüchtet wurde, um Wölfe und Räuber abzuhalten. Sprich so ein Punktetier ist verdammt fit und muss sich auspowern!
    Viele sehen auch nicht "wofür" ein Jack-Russell-Terrier gezüchtet wurde und "übersehen" einfach mal die starke Persönlichkeit in dem kleinen Körper!

    Viele sind erstaunt darüber, dass ein Terrier "ja so gut hören" kann. Weil sie eben nur die unerzogenen, kläffenden, Wadenbeißer kennen! Jeden Sonntag werden wir von unserer Trainerin lautstark als positives Beispiel gelobt/gezeigt, dass man eben "auch kleine Hunde" super erziehen kann!

    Wer auch unseren Blog liest, weiss, dass es noch genügend "Baustellen" gibt. Luna mag seitdem sie gebissen wurde, keine großen Hunde mehr; Sharly ist absolut verträumt und konzentriert sich nicht.

    Es gibt genügend Beispiele für ungenügende oder falsche Hundeerziehung! Leider scheren die meisten Leute alle anderen Hundehalter über einen Kamm!

    LG Jérôme

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    1. Hahaha, ja, die JRT's sind doch kleine Schoßhündchen, die eigentlich auch aufs Katzenklo können, oder? ;-)

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    2. O_O Ääääähhhmmm... nein... 'n Jacky ist definitiv kein Schoßhündchen und kann von Kopf und Körper locker mit großen Hunden mithalten...

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  2. Ich bin jetzt eine von denen, die ich früher belächelt habe ;) Seit dem zweiten Hund ist alles anders. Mein Ersthund ging perfekt an der Leine. Wir konnten Überfall hin, vorbei und vorüber gehen. Jetzt hab ich einen 9 Monate alten Aus sie mit an der Leine. Sie zieht und sie keift andere Hunde an. Sie will eigentlich spielen, aber das wissen die anderen ja nicht. Körperlich sieht sie erwachsen aus ;)
    Aber wir arbeiten daran.

    Achja und Vorurteile ... Mit einem Aus sie ... Tausende!!!! Sie würde ja alles hüten, braucht 3x täglich 20km Auslauf usw. ;)

    Sie ist aber auch nur ein Hund ;)

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    1. Ich muss ehrlich zugeben, dass ein Aussie mir ne Nummer zu groß wäre - einfach, weil sie noch mehr "Probleme" entwickeln können, wenn man sie nicht ordentlich beschäftigt.
      Ein Arbeitsrasse wäre für mich einfach zu "speziell" - nicht, dass man die ohne Schafe nicht glücklich machen könnte aber es ist eben doch nochmal was anderes als so ein Laufhund ;-)
      Wobei das Fräulein auch eher Jagdhund ist ;-) (wollte ich auch nie :-) )

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