Montag, 16. November 2015

Minipost: der arme Hund ist völlig überfordert!

Für die treuen Leser dieses Blogs stellt sich vielleicht langsam die Frage, ob ich nen Knall habe und das arme Punktetier nicht langsam völlig überfordere mit dem ganzen Trainingsquatsch?

Mantrailing, MedicalTraining, JET, Antifresstraining, Crossdogging, Tricks und nun stehen auch noch Überlegungen zu Dummyarbeit und Flächensuche an.

Da wollte ich kurz über unsere bevorzugte Art des Trainings berichten, das übrigens JEDER ganz prima in seinen Alltag einbinden kann, denn wir arbeiten nicht nur nach dem Ampeltraining sondern kombinieren dieses auch mit dem sogenannten Minutentraining.
Einige werden mit den Vokabeln was anfangen können, für die anderen (zu denen ich auch bis vor etwa 4 Wochen gehörte) erkläre ich das mal "kurz":

Ampeltraining bedeutet, die Trainingsschritte so klein sind, dass man immer einen winzigen Schritt weiterkommt. Passiert das, ist man im grünen Bereich. Geht es bei einer Übung mal nicht vorwärts, dann geht die gelbe Lampe an. Nun sollte überlegt werden, woran es liegt und das Training dementsprechend angepasst werden. Erst, wenn es dann klappt, darf man weitermachen. Klappt es auch jetzt nicht? Die Ampel schaltet auf rot, das heißt: STOPP! Das Training sollte nun am besten neu aufgestellt werden, denn mitunter verhilft ein neuer Ansatz zum Erfolg.

Minutentraining bedeutet, dass man immer nur eine Minute lang trainiert. Nach dieser Minute schaut man sich die mentale Ampel an, welches Licht leuchtet? Selbstverständlich kann man auch mit einer bestimmten Anzahl an Wiederholungen arbeiten, z.B. 5-10. Von diesen Einheiten wiederum kann man mit kurzen Pausen zwischendurch mehrere Durchgänge machen. Je nach Schwierigkeit der Übung ebenfalls 5-10. 

In unserem Fall machen wir das ganz simpel: ich nehme pro Durchgang 10 Leckerlies (ich habe keine Lust, jedesmal einen Timer zu stellen).
Bei Fehlversuchen wird das Leckerlie extra gelegt. 

Klappen von 10 Versuchen 9-10, sind wir im grünen Bereich.
Bei 6-8 Erfolgen geht die gelbe Lampe an. Dann überlege ich, woran es liegt und passe das Training an.
Sollten 5-10 der Leckerlies im "Schadeschälchen" landen, schaltet meine Ampel auf rot.
Nun sollte das Training bzw der Ansatz neu überdacht werden, mitunter hilft es, wenn ein Dritter mal ein Auge drauf wirft oder man sich selber auf Video aufnimmt... Weiter geht es dann erst, wenn man den Fehler gefunden und das Training neu aufgestellt hat.


5-10x eine bestimmte Übung schafft man doch immer mal, oder? Und 2-3 Durchgänge kann man dann auch immer mal irgendwo einstreuen...
Das klappt natürlich nicht mit jedem unserer "Hobbies" aber beim MedicalTraining oder beim Erlernen von Tricks, im Crossdogging und auch bei vielen anderen Dingen ist diese Art des Trainierens wirklich super...
Und wir üben ja auch nicht jeden Tag alles :-)

1 Kommentar:

  1. Ach wir üben auch oft mehrere Sachen gleichzeitig, Zuhause einen neuen Trick, beim Morgenspaziergang ein bisschen Unterordnung und nachmittags Dummytraining. Das passt schon. Wir trainieren auch immer nur kurze Phasen, allerdings lange nicht so strukturiert wie ihr ;-)
    Liebste Grüße
    Lizzy und das Indianermädchen

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