Samstag, 26. November 2016

Löwenzahn im Smoothie?

Ich habe ja letztens, nein, das Fräulein hat vor Kurzem berichtet, dass ich ihr neuerdings ihre Kräuter abspenstig mache - allen voran ihren getrockneten Löwenzahn.

Den mixe ich mir in meine grünen Smoothies.
Nun wurde ich daraufhin öfter gefragt, warum ich/wir/sie das "Zeug" esse(n)/trinke(n).
Dann werde ich das mal näher beleuchten ;-)

Also, dass ich sehr, ähm, Kräuteraffin bin, das wissen ja einige bereits, vor einiger Zeit (so 500-600 Jahre) hätte ich wohl meine Berufung als Kräuterfrau gefunden - wahrscheinlich wäre ich dann allerdings auch auf dem Scheiterhaufen gelandet, zusammen mit meinen Katzenviechern...

Öhm, wo waren wir? Ach ja, Löwenzahn . Also normalerweise würde ich frischen natürlich vorziehen, erst recht im Smoothie und auch in Allies Obst-/Gemüsemix. Allerdings habe ich einfach keine Zeit zum Sammeln gehabt und deshalb eben die getrocknete Variante zu Hause (neben einigen anderen).


Warum hat man sowas zu Hause?

Ja, warum überhaupt habe ich sowas zu Hause? Zum einen habe ich eben grüne Smoothies für mich entdeckt und Löwenzahn schmeckt mir einfach - ich nehme im Smoothie aber auch immer nur einen Hauch (so etwa 1 EL auf 0,5-1 kg) es gibt dem Ganzen das "Gewisse Etwas"!


Verwendung in der Küche:

Als Küchenkraut ist Löwenzahn schon lange bekannt und erfreut sich auch heutzutage wieder größerer Beliebtheit, sogar in Restaurants bekommt man mittlerweile Löwenzahnsalat oder auch -pesto. 
Und - neueste Idee - die Blätter eignen sich hervorragend zum Einrollen! 
Was meint Ihr, was steht bei mir als nächstes auf der "Muss-ich-probieren-Liste"? :-)
Seine Verwendung als Küchenkraut/Gemüse wird von seiner Vielseitigkeit als Heilkraut aber weit in den Schatten gestellt! 

Verwendung als Heilpflanze

Die Bestandteile des Löwenzahns sind nicht nur in der Küche nützlich und lecker, sondern auch als Heilmittel für eine Vielzahl von Beschwerden verwendbar. Bereits in der Antike waren seine Vorzüge bekannt.

Neben vielen anderen positiven Eigenschaften ist Löwenzahn übrigens ein toller Vitamin-C-Spender und sollte am besten immer frisch verarbeitet werden.

Die Einsatzgebiete des Löwenzahn sind u.a.: 
  • Gallen- und Leberbeschwerden
  • Verdauungsbeschwerden
  • Pickel und Ekzeme
  • Appetitlosigkeit
  • Völlegefühl und Blähungen
  • Blasen- und Nierenbeschwerden
Seine Heilwirkung verdankt der Löwenzahn hauptsächlich einer Gruppe von Inhaltsstoffen, den sogenannten
Bitterstoffen, er enthält aber (unter anderem) auch:  
  • Flavonoide,  
  • Triterpene und 
  • Phytosterole.
Sie wirken (u.a.):
  • appetitanregend
  • stoffwechselanregend
  • entwässernd
  • krampflösend
  • entzündungshemmend
Die praktischste Anwendung ist in Form von Tee.
Hierzu werden ein bis zwei gehäufte TL getrocknetes Löwenzahnkraut (inkl. Wurzel) mit kochend heißem Wasser übergossen und für etwa 10 Minuten ziehen gelassen. 
In kleinen Schlucken, mit Pausen, trinken.
Nie mehr als 3 Tassen am Tag und nicht länger als 4 Wochen. 

Auch in der Homöopathie hat der Löwenzahn einen festen Platz, hier wird er gern bei Gelenk- und Muskelbeschwerden, bei Magenschleimhautentzündung sowie bei Rheuma eingesetzt.

Anmerkung:  ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass jeder von Euch ganz gut einschätzen kann, wann ein Arztbesuch angebracht ist!

Was Ihr unbedingt mal probieren müsst?
Löwenzahnpesto!  
Frische Blätter (neben Löwenzahn dürfen es auch Giersch und Sauerampfer sein, dann jeweils 1/3) werden zusammen mit (echten!) Pinienkernen und einem gutem Olivenöl zerkleinert - perfekterweise in einem Mörser, notfalls geht aber auch ein Mixer (aber bitte nicht zu fein!) - Handarbeit ist aber immer vorzuziehen.
Danach kommt leckerer Pecorino-Käse dazu, abgeschmeckt wird mit etwas Salz. Fertig! 

Hach, ich glaube ich bekomme grad Hunger... 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Vielen Dank für Deinen Kommentar!