Dienstag, 24. Januar 2017

Fräuleins Testlabor: A wie Acai, B wie Blaubeere und C wie Canis...

Gut, besser, Superfoods?

Auf jeden Fall sind sie (fast wortwörtlich) in aller Munde, die Superfoods!
Nicht nur für Menschen, auch für Hunde gibt es sie jetzt!
Dass wir ein Fan von Terra Canis sind, ist dem ein oder anderen ja eventuell bereits aufgefallen, umso verständlicher, dass wir nicht nein gesagt haben, als wir gefragt wurden, ob wir die Superfoods von Terra Canis testen möchten.

Was aber sind Superfoods?


Soll hund ehrlich sein, ist das Wort selber nichts weiter als Marketing. Eine Richtlinie, was ein Superfood ist oder ausmacht, gibt es nämlich nicht. Generell sind es einfach Lebensmittel mit einem besonders hohen Gehalt an Mikronährstoffen, also Vitaminen, Spuren-/Mengenelementen, sekundären Pflanzenstoffen etc pp., man spricht auch von einer hohen “Nährstoffdichte”.

Aber: Superfoods im Hundenapf, muss das sein?



Muss natürlich nicht, es schadet aber auch ganz sicher nicht!Grundsätzlich bin ich, bzw. Frauchen, ja überhaupt kein Freund von Pülverchen und Supplementen, allerdings war sie auch neugierig - neugierig, wie es aussieht, wie es riecht, wie es "schmeckt" und ob das was bringt - frisst hund es überhaupt?
Natürlich war uns vorher wichtig, zu wissen, WAS drin ist - immerhin werde ich ja unter anderem geBARFt, um genau das zu wissen, was landet im Napf!

Also, was ist drin?


Hier seht Ihr die 18 enthaltenen Superfoods inklusive der jeweils hervorstechendsten Merkmale. Ich hätte, ehrlich gesagt, eine ganze Serie daraus basteln könne, das Netz ist voll von Berichten und Lobpreisungen zu jedem enthaltenen Stoff - Ich habe versucht, die Informationen für Euch stark zu raffen und mich wirklich auf das wesentlichste zu beschränken.

Kokosmehl: ist ein Nebenprodukt beim Herstellungsprozess für Kokosmilch. Hierbei wird das Kokosfleisch gepresst, Kokosmilch tritt aus, übrig bleibt der Kokosmehlgrundstoff. Dieser wird anschließend getrocknet und gemahlen.
Es wirkt antibakteriell und hat einen positiven Einfluss auf das Immunsystem. Kokosmehl ist eine sehr gute Magnesium-Quelle.

Hanfmehl: Hanföl wird bei Temperaturen unter 40 Grad hergestellt. Der daraus resultierende Presskuchen wird gemahlen, und ebenfalls bei Temperaturen unter 40 Grad getrocknet. Dies ist das Hanfmehl. Dieses Mehl ist immer noch wertvoll, aber weniger Fett und damit besser haltbar. Hanfmehl ist glutenfrei. Und obwohl es Mehl heißt, ist es mehr Proteinhaltig als Kohlenhydratlastig.

Acai-Pulver: Acai-Beeren sind die Früchte der südamerikanischen Kohlpalme. Die Beeren haben einen hohen Gehalt an Kalium, B-Vitaminen, Vitamin C, Vitamin E und einen von kaum einer anderen Frucht übertroffenen Gehalt an Antioxidantien. Auch essentielle Fettsäuren und Aminosäuren gehören zum Nährstoffspektrum der Acai-Beere.

Spirulina: ist eine Alge, sie aktiviert u.a. die Selbstheilungskräfte und
  • ·         wirkt gegen Infektionen
  • ·         schützt vor Viren
  • ·         kann allergische Reaktionen reduzieren

Granatapfelpulver: Der Granatapfel gilt als älteste Heilfrucht der Menschheit. Er wird seit Jahrhunderten als Nahrungs- und Genussmittel verwendet. Seine gesundheitsfördernden Eigenschaften sind dabei in vielen Kulturen bekannt und werden auch extensiv genutzt. Z.B.:
  • ·         antioxidativer Effekt
  • ·         Schutz des Herz-Kreislauf-Systems
  • ·         Positive Effekte auf den Lipid- und Zuckerstoffwechsel

Chiasamen: sind überdurchschnittlich reich an Antioxidantien und Ballaststoffen. Sie weisen weiterhin das höchste pflanzliche Omega-3-Vorkommen überhaupt auf.
Ferner sind sie reich an: Eisen, Calcium und Magnesium. Weiterhin sind in Chiasamen Vitamin A und B, Kalium, Bor, Zink, Folsäure sowie lebenswichtige Aminosäuren enthalten.

Spinat-Pulver: reich an:
  • ·         wertvollen sekundären Pflanzenstoffen
  • ·         Chlorophyll
  • ·         konzentrierte Mineralstoffe und Spurenelemente

Matcha: Auch eine Reihe wichtiger Spurenelemente und Mineralien sind im Matcha Grüntee enthalten, beispielsweise: Calcium, Eisen und Kalium.
Ebenfalls enthalten: Catechine, zusammen mit den Gerbstoffen, den Tanninen, zählen sie zu den Polyphenolen, und dienen der Teepflanze selbst zum Schutz gegen alle Arten von Krankheitserregern oder Schädlingen. Sie  wirken als starke Antioxidantien und dienen dem Zellschutz. Neben den Gerbstoffen wirken auch die Catechine gut gegen Erkältungen oder Magen-Darm-Infektionen, ohne die natürliche Darmflora zu beeinträchtigen.

Moringa: gehört zu den vitaminreichsten Pflanzen der Welt. Sie enthält 7 verschiedene Vitamine (Vitamin A, Vitamin B1, Vitamin B2, Vitamin B3, Vitamin C, Vitamin E und Vitamin K). Ferner Antioxidantien, 10 essentielle Aminosäuren, Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren sowie 14 wichtige Mineralstoffe unter anderem Eisen und Zink.

Cranberry-Pulver: zu einem wahren Superfood wird die Cranberry aufgrund ihrer wertvollen Proanthocyanidine (sekundäre Pflanzenstoffe) und ihres hohen Vitamin C-Gehalts. Hier sind es vor allem die Polyphenole und Anthocyane, denen die Beeren ihre Farbe und einen wichtigen Teil ihrer gesundheitlichen Wirkung zu verdanken haben. Sie schützen die Zellen vor schädlichen oxidativen Einflüssen und stärken die Gefäße und das Herz-Kreislauf-System. Das Vitamin C der Beeren verstärkt den positiven Effekt der sekundären Pflanzenstoffe. Dabei ist der Gehalt dieses wertvollen Vitamins in der Cranberry so hoch, dass diese inzwischen regelmäßig bei Vitamin-C-Mangel eingesetzt wird. In Cranberrys finden sich noch weitere Vitamine in nennenswerten und gesundheitsfördernden Mengen. Auch der Vitamin A-Gehalt bzw. der Gehalt der pflanzlichen Vorstufe ist hoch. Außerdem enthalten sie Vitamin B6, das eine wichtige Rolle für die Abwehrkräfte und die Nervenfunktion spielt. Mineralstoffe sind ebenfalls enthalten, unter anderem eine große Menge Eisen. Die löslichen Ballaststoffe fördern die Darmgesundheit.

Lukuma: enthält Beta-Karotin als Antioxidans und wirkt anti-entzündlich. Es enthält viel Eisen und ist eine ideale Quelle für Vitamin B3 (Niacin).

Der hohe Ballaststoffanteil sorgt für eine bessere Funktion des Verdauungssystems.
Kurkuma: Der wichtigste Inhaltsstoff der Kurkuma Pflanze ist das Curcumin. Curcumin wirkt entzündungshemmend, schmerzstillend, krebshemmend und leitet Schwermetalle aus dem Körper aus. Außerdem hemmt es den Knochenabbau. Außerdem enthält Kurkuma 5 - 7 % ätherische Öle, die antimikrobiell (gegen Mikroorganismen), antineoplastisch (gegen Tumore), antiarthritisch und entzündungshemmend wirken sowie die Herztätigkeit steigern. Des Weiteren sind in der Kurkuma Ferulasäure, Kaffeesäure und Kaffeesäurederivate enthalten. Kaffeesäure hemmt die Produktion von Nitrosaminen. Diese sind krebserregend und giftig. Außerdem enthält die Kurkuma Pflanze noch Polysaccharide.
  • ·         das Immunsystem stimuliert
  • ·         wirkt gegen Verdauungsbeschwerden
  • ·         hilft bei Arthritis
  • ·         hilfreich bei Gallen- und Leberbeschwerden

Camu Camu: enthält viel Vitamin C, Eisen, Mineralien, Spurenelemente, Öle
  • ·         Schutz gegen Krankheitserreger
  • ·         Stärkt das Immunsystem
  • ·         Stärkt das Nervensystem
  • ·         Wirkt entschlackend
  • ·         Hemmend gegen Entzündungen

Gerstengras: enthält Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Antioxidantien, Enzyme, Bioflavonoide, Bitterstoffe und Chlorophyll, Vitamin B1, Vitamin C, Eisen, Calcium und Zink.
  • ·         Hilft den Säure-Basen-Haushalt des Körpers ins Gleichgewicht zu bringen
  • ·         Remineralisiert den Organismus
  • ·         Wirkt entzündungshemmend           
  • ·         Unterstützt die Darmflora
  • ·         Antioxidantien stärken das Immunsystem und schützen die Zellen vor freien Radikalen
  • ·         Bitterstoffe wirken sich äußerst positiv auf alle Organe aus

Aroniabeeren-Pulver: Neben sekundären Pflanzenstoffen (Flavonoide) mit ihrer hocheffektiven Wirkung bei Herz-Kreislauferkrankungen, Thromboseneigung und entzündlichen Krankheiten besitzt die Aroniabeere viele weitere hochwirksame Inhaltsstoffe. Dazu gehören beispielsweise zahlreiche Vitamine, Mineralien und Spurenelemente. Z.B.:
  • ·         Flavonoide
  • ·         Vitamine
  • ·         OPC (Eine Sonderstellung unter allen Vitaminen nimmt das OPC ein, inzwischen auch landläufig als „Vitamin P“ bekannt. Neben dem bekannten Vitamin C gehört OPC zu den besonders wichtigen Inhaltsstoffen in der Aroniabeere, da es ein überdurchschnittlich großes Zeltschutzpotenzial besitzt. Somit wirkt OPC als wertvolle Ergänzung der in der Aronia enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe - beide gelten als sehr effektiver Radikalfänger und beugen vielen ernsthaften Erkrankungen wie Herz-Kreislaufleiden und Krebs vor. Zum Vergleich: Die Wirkung von OPC als Radikalfänger ist nochmals bis zu 20-mal stärker als die von Vitamin C.)
  • ·         Mineralstoffe
  • ·         Ellagsäure
  • ·         Phenol
  • ·         Anthocyane

Blaubeeren-Pulver: Die Blaubeere steht, was ihr Antioxidantien-Potenzial angeht, ganz oben auf der Liste der antioxidativen Früchte. Sie besitzt unter anderem viele Polyphenole. Dazu gehören Flavonoide und Phenolsäuren, die das Risiko, an Krebs zu erkranken, senken und gesundheitsgefährdenden Herz-Kreislauferkrankungen vorbeugen. Sie enthält zudem viele Mineralstoffe wie Eisen, Kalzium, Magnesium und Kalium. Die Heidelbeere besitzt zudem große Mengen an Vitamin C, A, B, E und Beta-Carotin. Es ist bestätigt, dass die Beere antibakteriell wirkt.

Gojibeeren-Pulver: auch Wolfsbeeren genannt, sind die Früchte des Gemeinen Bocksdorns. Sie enthalten große Mengen an Antioxidantien, Vitamin C, Vitamin B1, Calzium und Eisen.

Maca: enthält wertvolle Fettsäuren sowie Eisen Jod, Mangan, Phosphor, Schwefel, Magnesium, Zink und Kalzium, zusätzlich liefert Maca aktive Enzyme und alle essentiellen Aminosäuren.

Ginseng seine entzündungshemmenden, krampflösenden und blutdrucksenkenden Eigenschaften hat der Ginseng den Ginsenosiden zu verdanken. Die meisten medizinischen Wirkungen von Ginseng gehen auf die Ginsenosiden zurück.
Weiter enthalten: Vitamin C, Vitamin B Komplex, Natrium, Magnesium, Phosphor, Kalium, Calcium uvm.

So, das waren die Inhaltsstoffe. Klingt schon mal gut, oder?

Gefressen habe ich die Superfoods, in meinem Fall ein TL pro Tag problemlos, Frauchen hat es einfach unter mein Futter gemischt.

Grundsätzlich sind die Superfoods übrigens geeignet für Hunde jeden Alters und jeder Rasse als zusätzliche Nährstoffquelle zur Kräftigung des Organismus und Stärkung des Immunssystems als mehrwöchige Kur, während und nach einer Erkrankung oder als zusätzliche Powermischung für jeden Tag.

Da ich ja keine gesundheitlichen Probleme habe, habe ich die Superfoods 2x in der Woche bekommen und wißt Ihr was? WIEDER musste ich mit Frauchen teilen! 
Ja, Ihr lest richtig! Auch die Superfoods hat sie mir abspenstig gemacht und sie 2x die Woche in ihren Smoothie getan… 

Tztztztz – fällt Euch dazu noch was ein?

Also geschadet haben sie uns beiden definitiv nicht und wer weiß, vielleicht haben wir es auch ihnen zu verdanken, dass wir diesen Winter so fit durchkommen? Frauchen jedenfalls fand sie gut im Smoothie ;-)

Da sag nochmal einer – wir Hunde fressen den Zweibeinern alles weg…

Aber gut, bei Superfoods kann hund ja mal teilen, immerhin sind die ja eben für alle gut und wenns schmeckt J
Übrigens meint Frauchen, das Pulver sieht gut aus, riecht angenehm und lässt sich super dem Futter hinzufügen und untermischen.

Ich bin jetzt jedenfalls superfoodmäßig gut drauf und werde mal ne Revierrunde drehen! 

Eure Allie!










*** in Kooperation mit Terra Canis, die getesteten Produkte wurden uns kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt.

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